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Details

Bericht des Sturmmann Friedrich Huck über seine Tätigkeit in "der Sechzehnten"

Aus dem Nachlass von Heinz Macher, Kompanieführer der 16. Pionierkompanie des SS-Panzergrenadier-Regiment "Deutschland"

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SS-Runen zensiert
SS-Runen zensiert

Hinweis: Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um eine Abschrift des autobiografischen Berichts aus der Feder des Sturmmanns Friedrich Huck, den dieser für seinen Kompaniechef Heinz Macher angefertigt hat.

Als Leseempfehlung zu diesem Thema möchten wir Sie auf das originale Kriegstagebuch der 16. Pionierkompanie des Regiments hinweisen, das unter der Führung von Heinz Macher im Sommer 1943 an vorderster Front kämpfte. Das Buch „Die Sechzehnte 1943" ist als E-Book, Taschenbuch, gebundene Ausgabe und Hörbuch überall erhältlich, wo es Bücher gibt. Weitere Infos zum Buch finden Sie hier: Link zum Buch       

Überblick über Friedrich Huck

Am 11.8.44 wurde beim Forsthaus Mortain im Zuge des befohlenen Zurückziehens der Gefechtsfahrzeuge, mit Einsetzen des heftigen Artilleriefeuers, der Waffenmeister-Gehilfe der 16. Kompanie, der Sturmmann Friedrich Huck, schwer verletzt. Er hatte den Auftrag, die KFZ einzuweisen. Der SDG der Kompanie, der Uscha. Weglage, überrollte beim Zurücksetzen den armen Huck mit seinem Beute-Willy (Jeep).

 

Der Bericht

(Wir haben den Text sprachlich und inhaltlich nicht verändert)

... mit dem ersten Nachersatz kam ich am 28.4.43 in Kaidaschew, zwischen Charkow und Bjelgorod, zur 16. Kompanie des Regiments “Deutschland“. Ich wurde als Waffenmeistergehilfe dem Schirrmeister-PI, Oscha. Augsten zugeteilt. Meine Funktion erstreckte sich auf die Wartung, Pflege, Instandsetzung und Beschaffung von Ersatzteilen der Kompanie (MG 42,Karabiner 98k, Pistole 08,Mpi 38/40, belgische Armeepistole, Flammenwerfer mit Wasserstofflasche, Handgranaten, Minen, Spreng- und Zündmittel, Schanzgeräte, Motorsägen sowie Minensuch- und Kleingerät). Dies  sollte für die nächsten Jahre mein Aufgabengebiet sein. Kurz vor dem Einsatz Bjelgorod - Kursk im Sommer 43 kamen noch sämtliche Flammenwerfer des Rgt. zu uns. Die wurden auch noch auf unseren 5 to MAN verladen. Die Besatzung des WuG.Wagens (Waffen und Geräte) bestand aus Augsten, Andresen, 2 Hiwis (ukrainische Überläufer) und mir.

Nach dem Durchbruch durch feindlichen Stellungen am 5.7.43, bei dem sich die von mir gewarteten und vorbereiteten Flammenwerfer als gefechtsentscheidend bewährten, brach am 10.7.43 bei Teterewino ein angeschossener russischer T34 bis zu unserer Troßstellung durch, die gut getarnt in einem in einer Senke  liegenden kleinen Wäldchen lag. Der Motor des Panzers fiel aus. Atemlose Stille. Wir machten uns auf um den Panzer mit einer T-Mine zu knacken. Die Mine war schon angelegt, als sich die Besatzung selbst in die Luft sprengte. Wir hatten einen Schwer- und 2 Leichtverwundete. Der Enderfolg war, daß die Besatzung des WuG-Trupps nur mehr aus 3 Mann bestand. Nun lag die ganze Arbeit, Waffen reparieren, Flammenwerfer füllen, Munition ausgeben, mir am Hals. Hätte ich nicht die beiden Hiwis gehabt, so hätte ich mich nie zum Schlafen legen können. Wache schieben kam auch noch dazu. Im traurigen Schein von Hindenburglichtern reinigte ich oft nachts noch ein paar MGs und dachte: „Es ist schön Soldat zu sein.“

Die Waffen der Toten und Verwundeten wurden eingesammelt, gereinigt, eingeölt und in Kisten verpackt. Beschädigte MG und Karabiner wurden als Ersatzteile mitgeführt und aus 3 Stück wurden 2 Waffen gemacht. War die Kompanie durch starke Ausfälle klein geworden, wurden die Troßfahrzeuge in Sicherheit gebracht. Unser Tagesablauf hieß dann: Waffen, Munition und Pionierbedarf für die Neuaufstellung herzurichten. Ich hatte unter anderen ein MG 42 wieder einsatzbereit gemacht, das aus verschiedenen Nummern bestand. Von den angebrochenen Sprengmittelsätzen wurden 5 Kisten zu einer aufgefüllt. Vor allem wurde auch an schwarzen Bestand gedacht.

Ab und an war Waffendurchsicht oder Waffenappell durchs Regiment. Dann lagen Waffen für mindestens 120 Mann auf Böcken aufgereiht. Anschließend wurde wieder eingeölt und ab in die Kisten.

Beim Eintreffen von Nachersatz oder in der Neuaufstellung, wurden meine Kisten leer bis zum nächsten Einsatz.

Wenn die Kompanie angriff oder in Stellung lag, war immer ein Waffen-Gehilfe beim Kompanie-Trupp. Im Wechsel fuhr einer von uns mit dem Essenfahrzeug oder dem Waffenwagen zur Auffüllung der Munition oder der Sprengmittel und für notwendige größere Reparaturen mit nach vorn. Gemachte Beute, unbrauchbare Waffen, Verwundete, Tote und deren Nachlaßsachen wurden mit zum Troß zurückgenommen. Wenn ich nach vorn fuhr, hatte ich immer Briefpapier dabei für einen Gruß an die Lieben daheim. Mancher schrieb dabei seinen letzten Brief. Auf meinem Wagen lagen ein paar Bohlen 5 cm stark für die Anfertigung von Grabkreuzen für die Gefallenen. An die 45 Stück habe ich im Laufe der Jahre angefertigt.

3 Munitionswagen sind mir bei Jabo-Angriffen an der Invasionsfront buchstäblich “unterm Arsch hochgegangen“.

Bjelgorod - Mius – Ukraine – Invasion. Die Gefahr, mit 2,5 Tonnen Sprengmitteln in die Luft zu fliegen lauerte überall. Beim Angriff von Bjelgorod auf Kursk im Sommer 43 rollten wir durch ein von Russen verlegtes Holzminenfeld. Der hinter uns fahrende Panzer für auf eine Mine und verlor eine Kette. Fragt nicht, wie das bei uns ausgesehen hätte.

Beim Absetzen auf die Dnjepr-Linie im August 1943 stand das Versorgungsfahrzeug hinter dem Kompanie-Gefechtsstand. Nachts um o2.oo Uhr marschierte eine Kompanie Russen keine 3 Meter hinter einer tarnenden Hecke vorbei. Ich selbst lag unter dem Wagen, eine scharf gemachte Mine in den Händen, die Finger am Zünder. Wäre ein schöner Heldentod geworden.

Ich selbst glaube, als Soldat meine Pflicht erfüllt,  und dabei immer versucht zu haben, Mensch zu bleiben. Aber es ist schwer, es allen Leuten auf der Welt recht zu machen.

Es ist nur schade, daß nicht mehr von unserer Kompanie den Krieg überlebt haben.

 



Über das Buch Die Sechzehnte 1943

Dieses Buch beinhaltet die originalen Einträge ins Kriegstagebuch der 16. Pionierkompanie des SS-Panzergrenadier-Regiments 3 „Deutschland“ aus dem Jahr 1943. Ihr Kompaniechef und Ritterkreuzträger Heinz Macher berichtet darin über die dritte Schlacht um Charkow und die Kursk-Offensive. Ostfront 1943: Mit nur 35 Mann schlägt der junge Kompaniechef der „Sechzehnten“, Heinz Macher, eine Bresche in die sowjetische Verteidigung vor Charkow und trägt damit maßgeblich zum Erfolg der berühmten Manstein-Rochade bei, mit der die Deutschen die dritte Schlacht bei Charkow für sich entscheiden. Für seine Verdienste wird Macher das Ritterkreuz verliehen.

Einige Monate später nimmt die Kompanie an der Schlacht um Kursk teil, der größten Panzerschlacht aller Zeiten. Kurz darauf wird Macher verwundet.

Das vorliegende Buch liefert Ihnen einmalige Einblicke in den Alltag einer Kampfeinheit der Waffen-SS während der beiden wichtigsten deutschen Operationen des Jahres 1943. Die Berichte beginnen am Neujahrstag 1943 und enden mit der Verwundung Machers nach Abbruch der Kursk-Offensive.

Das Buch bietet Ihnen einzigartige Einblicke in die Tagesabläufe und das Vorgehen einer Kampfkompanie der Waffen-SS. Neben zahlreichen Berichten direkt von der Front beinhaltet es auch Eindrücke aus dem Ausbildungsbetrieb und von einer Reise nach Berlin, wo Heinz Macher und Kameraden Joseph Goebbels treffen.

Profitieren Sie vor allem von den extra für dieses Buch angefertigten Lagekarten, die Ihnen den Verlauf der Kämpfe auf taktischer und strategischer Ebene vor Augen führen. Insgesamt befinden sich mehr als 45 Fotos aus dem Kompaniealltag, Karten und Skizzen im Buch.


Sichern Sie sich jetzt dieses einmalige Zeitzeugnis über den Kampf einer Einheit der Waffen-SS. Das Buch ist als Taschenbuch, gebundene Ausgabe, E-Book und Hörbuch überall erhältlich, wo es Bücher gibt.  Titel: Die Sechzehnte 1943 Autor: Heinz Macher    

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