Die 2. Klasse ist dabei die mit Abstand am häufigsten verliehene Stufe des Eisernen Kreuzes – und gerade deshalb passt ihr Name zu dem, was wir mit unserem Verlag erzählen möchten.
Denn uns interessieren nicht nur die berühmten Generäle, die großen Entscheidungen und die Pfeile auf den Lagekarten.
Uns interessieren die Menschen, die einfachen »Landser«, die Krieg am eigenen Leib erlebt haben.
Der einfache Soldat im Schützengraben. Der junge Rekrut, der plötzlich im Trommelfeuer der Artillerie liegt. Der Soldat der Bundeswehr im Auslandseinsatz. Menschen mit Hoffnungen und Ängsten, mit Mut, Fehlern und Widersprüchen.
Ihre Geschichten möchten wir erzählen.
Die Idee war zunächst viel kleiner: Wir wollten Romanen von Veteranen der Bundeswehr eine Heimat geben und Geschichten veröffentlichen, für die es auf dem damaligen Buchmarkt keinen Platz zu geben schien.
So entstand unter anderem die Reihe „Einsatzbericht“: kurze, temporeiche Romane über deutsche Soldaten im Format klassischer Romanhefte. Viele unserer frühen Veröffentlichungen beschäftigten sich mit der Bundeswehr und ihren Auslandseinsätzen, darunter Titel wie Taxi nach Kabul und Einsatzbericht – Im Fadenkreuz.
Was dann geschah, überraschte uns selbst.
Das Interesse der Leser war groß – und ermutigte uns, weiterzumachen. Aus einzelnen Romanen wurden neue Reihen, neue Autoren kamen hinzu und schließlich erschlossen wir immer neue Themengebiete.
2021 konnten wir beide, Moni und Jill, unsere Brotjobs aufgeben und uns in Vollzeit dem Verlag widmen - eine Entwicklung, für die wir unendlich dankbar sind. Ab 2023 kamen die ersten Mitarbeiter hinzu. Und mit unserem Team wuchs auch unser Programm immer weiter.
Aus einer kleinen Idee war ein Verlag geworden.
Militärgeschichte darf aus unserer Sicht weder verklärt noch tabuisiert werden. Es muss möglich sein, über deutsche Soldaten, ihre Erlebnisse und ihre Perspektiven zu schreiben, ohne sie im gleichen Atemzug kollektiv zu verurteilen. Ebenso wenig dürfen dunkle Seiten der Geschichte ausgeblendet werden – von persönlichem Versagen bis hin zu Kriegsverbrechen und den Taten verbrecherischer Regime.
Wir glauben, dass beides zusammengehört:
Geschichte ernst nehmen, ohne sie zu verklären – und Menschen eine Stimme geben, ohne ihr Handeln unkritisch zu betrachten.
Deshalb veröffentlichen wir auch Romane, in denen deutsche Soldaten im Mittelpunkt stehen. Nicht, weil wir Krieg romantisieren möchten, sondern weil Literatur Geschichte aus einer Perspektive erfahrbar macht, die ein Sachbuch allein nicht immer bieten kann.