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Blog: Panzerkampfwagen I – Der kleine Panzer, mit dem die Wehrmacht den Krieg begann

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Panzerkampfwagen I – Der kleine Panzer, mit dem die Wehrmacht den Krieg begann

Als der Zweite Weltkrieg im September 1939 begann, verfügte die deutsche Wehrmacht bereits über eine große Anzahl von Panzern. Einer der bekanntesten war zugleich einer der kleinsten: der Panzerkampfwagen I.

Mit seiner schwachen Bewaffnung und dünnen Panzerung war er modernen Kampfpanzern bereits bei Kriegsbeginn deutlich unterlegen. Trotzdem spielte er in den ersten Jahren des Krieges eine wichtige Rolle beim Aufbau der deutschen Panzertruppe.

Tarnung als Ausbildungsfahrzeug

Die Entwicklung des Panzerkampfwagen I begann Mitte der 1930er-Jahre. Aufgrund der Beschränkungen des Versailler Vertrags durfte Deutschland zunächst keine modernen Kampfpanzer entwickeln und einsetzen. Der neue Panzer wurde deshalb zunächst als „Landwirtschaftlicher Schlepper“ bezeichnet.

Tatsächlich handelte es sich jedoch um einen leichten Panzer, der vor allem dazu dienen sollte, Besatzungen auszubilden und Erfahrungen mit modernen Panzerverbänden zu sammeln.

Die ersten Fahrzeuge erhielten die Bezeichnung Panzerkampfwagen I Ausführung A. Später folgte die verbesserte Ausführung B, die unter anderem einen stärkeren Motor besaß.

Bewaffnung und Besatzung

Der Panzerkampfwagen I war mit einer Besatzung von zwei Mann ausgestattet. Der Kommandant war gleichzeitig Richtschütze und Ladeschütze, während der Fahrer das Fahrzeug steuerte.

Die Bewaffnung bestand aus zwei 7,92-mm-Maschinengewehren MG 13, die in einem kleinen Turm untergebracht waren.

Damit war der Panzer vor allem zur Bekämpfung von Infanterie geeignet. Gegen feindliche Panzer war seine Bewaffnung praktisch wirkungslos.

Auch die Panzerung war mit maximal etwa 13 mm relativ schwach. Die geringe Größe und das niedrige Gewicht machten das Fahrzeug zwar beweglich, boten der Besatzung aber nur begrenzten Schutz.

Erste Kampferfahrungen in Spanien

Seinen ersten größeren Kriegseinsatz erlebte der Panzerkampfwagen I während des Spanischen Bürgerkriegs. Deutschland unterstützte dort die nationalistischen Truppen unter General Francisco Franco.

Deutsche Panzerbesatzungen konnten unter realen Gefechtsbedingungen Erfahrungen sammeln. Gleichzeitig zeigte sich jedoch deutlich, wo die Grenzen des Panzerkampfwagen I lagen.

Gegen besser bewaffnete sowjetische Panzer, die auf republikanischer Seite eingesetzt wurden, war der kleine deutsche Panzer chancenlos. Die Erfahrungen aus Spanien flossen deshalb in die weitere Entwicklung deutscher Panzerfahrzeuge ein.

Der Panzer I im Polenfeldzug

Als Deutschland am 1. September 1939 Polen angriff, bildete der Panzerkampfwagen I noch einen erheblichen Teil der deutschen Panzerverbände.

Seine eigentliche Stärke lag dabei weniger in der direkten Bekämpfung feindlicher Panzer als in seiner Beweglichkeit und seiner Einbindung in größere Panzerverbände. Gemeinsam mit Infanterie, Artillerie und Luftwaffe wurde er im Rahmen der deutschen Operationsführung eingesetzt.

Der Polenfeldzug zeigte allerdings erneut, dass der Panzer I für einen modernen Panzerkrieg nur eingeschränkt geeignet war.

Einsatz im Westen

Auch beim deutschen Angriff auf Frankreich und die Beneluxstaaten im Mai 1940 waren noch zahlreiche Panzerkampfwagen I im Einsatz.

Zu diesem Zeitpunkt standen allerdings bereits deutlich leistungsfähigere Fahrzeuge wie der Panzerkampfwagen III und Panzerkampfwagen IV zur Verfügung.

Der Panzer I wurde zunehmend aus den vorderen Reihen verdrängt. Seine geringe Bewaffnung und schwache Panzerung machten ihn für den Kampf gegen moderne gegnerische Panzer zunehmend ungeeignet.

Vom Kampfpanzer zum Unterstützungsfahrzeug

Obwohl seine Zeit als Kampfpanzer relativ kurz war, verschwand der Panzerkampfwagen I nicht sofort von den Schlachtfeldern.

Einige Fahrgestelle wurden zu Selbstfahrlafetten, Munitionsfahrzeugen und anderen Spezialfahrzeugen umgebaut. Besonders bekannt wurde beispielsweise der 15 cm sIG 33 auf Geschützwagen Panzerkampfwagen I, der ein schweres Infanteriegeschütz auf dem Fahrgestell des Panzer I trug.

Damit erhielt das ursprünglich als Ausbildungs- und leichter Kampfpanzer entwickelte Fahrzeug ein zweites Leben.

Ein kleiner Panzer mit großer Bedeutung

Der Panzerkampfwagen I war technisch kein besonders leistungsfähiger Kampfpanzer. Dennoch besitzt er einen wichtigen Platz in der Geschichte der deutschen Panzerwaffe.

Er half dabei, Besatzungen auszubilden, Erfahrungen mit Panzerverbänden zu sammeln und die Grundlagen für eine moderne Panzertruppe zu schaffen. Gleichzeitig zeigte sein Einsatz im Spanischen Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg deutlich, wie schnell sich die Anforderungen an gepanzerte Fahrzeuge entwickelten.

Der Panzerkampfwagen I war also weniger die Antwort auf den modernen Panzerkrieg als vielmehr ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin.

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