Gerade die weniger spektakulären Lieferungen waren von enormer Bedeutung. Allein aus den USA kamen zum Beispiel mehr als 400.000 Lastwagen in die Sowjetunion. Sie machten die Rote Armee wesentlich beweglicher und halfen, Soldaten, Munition und Nachschub über große Entfernungen zu transportieren. Hinzu kamen Treibstoff, Sprengstoffe, Metalle, Maschinen und große Mengen Lebensmittel. Die Sowjetunion produzierte den Großteil ihrer Panzer und Geschütze selbst – Lend-Lease schloss jedoch entscheidende Lücken in der Logistik und Versorgung.
Die USA lieferten über das Leih- und Pachtgesetz zwischen 1941 und 1945 mehr als 7.000 Panzer allein an die Sowjetunion. Das entspricht mehr als 13 Prozent der gesamten deutschen Kriegsproduktion!
Noch deutlicher wird die Bedeutung dieser Lieferungen, wenn man sich zusätzlich Großbritannien anschaut, das auch aus dem Lend-Lease Act unterstützt wurde. Denn die Briten erhielten im selben Zeitraum fast 28.000 Panzer aus US-Produktion. Allein diese Zahlen verdeutlichen, dass das Deutsche Reiche der wirtschaftlichen Entfesselungsmacht der USA wenig entgegenzusetzen hatte.