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Blog: Lend-Lease Act - Das Gesetz, das den Kriegsverlauf womöglich entscheidend beeinflusste.

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Blog: Lend-Lease Act - Das Gesetz, das den Kriegsverlauf womöglich entscheidend beeinflusste.

Manche Historiker argumentieren durchaus, dass die Rote Armee ohne die massiven Lieferungen von Waffen, Rohstoffen, Nahrungsmitteln und sonstigen Gütern unter dem Lend-Lease Act dem Ansturm der deutschen Wehrmacht womöglich nicht gewachsen gewesen wäre ...

Aber der Reihe nach ... was war der Lend-Lease Act?

Der Lend-Lease Act vom März 1941 erlaubte den USA, kriegswichtige Güter an Staaten zu liefern, deren Verteidigung für die Sicherheit der Vereinigten Staaten als wichtig galt. Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion wurde auch die UdSSR in dieses Hilfsprogramm einbezogen. 
 
Daneben erhielten viele weitere Staaten Hilfen aus dem Programm, zum Beispiel Großbritannien, China, die Exilregierungen von Frankreich, Belgien und den Niederlanden oder sogar Brasilien, denn brasilianische Soldaten kämpften im späteren Kriegsverlauf unter anderem in Italien an der Gotenlinie gegen deutsche Truppen.
 
Die Sowjetunion erhielt bis Kriegsende amerikanische Lieferungen im Wert von rund 11 Milliarden US-Dollar – darunter Flugzeuge, Panzer, Lebensmittel, Rohstoffe, Lokomotiven und vor allem Fahrzeuge. 11 Milliarden US-Dollar waren eine geradezu astronomische Summe für die 1940er Jahre!
 

Gerade die weniger spektakulären Lieferungen waren von enormer Bedeutung. Allein aus den USA kamen zum Beispiel mehr als 400.000 Lastwagen in die Sowjetunion. Sie machten die Rote Armee wesentlich beweglicher und halfen, Soldaten, Munition und Nachschub über große Entfernungen zu transportieren. Hinzu kamen Treibstoff, Sprengstoffe, Metalle, Maschinen und große Mengen Lebensmittel. Die Sowjetunion produzierte den Großteil ihrer Panzer und Geschütze selbst – Lend-Lease schloss jedoch entscheidende Lücken in der Logistik und Versorgung.

Dennoch erhielt die Rote Armee auch Panzer aus US-Produktion

Das Deutsche Reich produzierte laut Markus Pöhlmanns Habilitationsschrift »Der Panzer und die Mechanisierung des Krieges« zwischen 1934 und 1945 rund 52.000 Kampfpanzer, Sturmgeschütze, Panzerjäger, Jagdpanzer und Artillerie auf Selbstfahrlafette. 

Die USA lieferten über das Leih- und Pachtgesetz zwischen 1941 und 1945 mehr als 7.000 Panzer allein an die Sowjetunion. Das entspricht mehr als 13 Prozent der gesamten deutschen Kriegsproduktion!

Noch deutlicher wird die Bedeutung dieser Lieferungen, wenn man sich zusätzlich Großbritannien anschaut, das auch aus dem Lend-Lease Act unterstützt wurde. Denn die Briten erhielten im selben Zeitraum fast 28.000 Panzer aus US-Produktion. Allein diese Zahlen verdeutlichen, dass das Deutsche Reiche der wirtschaftlichen Entfesselungsmacht der USA wenig entgegenzusetzen hatte. 

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